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Eigene Erhebung · 11.06.202609.07.2026

Wir haben gefragt,
statt zu raten.

58 pflegende Angehörige haben uns erzählt, wie sie den Pflegealltag heute organisieren, was ihnen fehlt und was sie von einer App erwarten würden. Hier sind alle Ergebnisse, auch die unbequemen.

58
Teilnehmende
vollständige Antworten
45 %
organisieren im Kopf
ohne jedes Hilfsmittel
1
nutzt eine Pflege-App
von 58 Personen
60 %
würden eine App nutzen
4 oder 5 von 5
Stichprobe

Wer geantwortet hat

Die Befragten sind überwiegend Kinder ihrer Pflegebedürftigen, meist berufstätig, und pflegen häufig schon seit Jahren. Bei zwei Dritteln liegt eine Demenz vor.

Organisation

Womit wird heute organisiert?

Mehrfachnennung möglich. Das auffälligste Ergebnis der ganzen Erhebung: analoge Mittel dominieren, und genau eine einzige Person nutzt eine spezielle Pflege-App.

  • Analog schlägt digital deutlich: Kopf (45 %) und Wandkalender (45 %) liegen vor jeder App-Lösung.
  • Die WhatsApp-Familiengruppe (31 %) ist das meistgenutzte digitale Werkzeug: ein Chat, der für Pflegeorganisation nie gemacht war.
  • Jede zehnte Person sagt offen, die Pflege sei „gar nicht richtig organisiert“.
  • Genau 1 von 58 nutzt eine spezielle Pflege-App. Der Markt ist praktisch unbesetzt, oder die bisherigen Angebote treffen nicht.
Funktionen

Was am meisten bringen würde

Alle 58 Teilnehmenden bewerteten 13 mögliche Funktionen auf einer vierstufigen Skala (1 = nicht nützlich bis 4 = unverzichtbar). Gezeigt sind die zehn bestbewerteten.

  • Ganz oben stehen keine „sozialen“ Funktionen, sondern Ablage und Absicherung: Notfallpass (Ø 3,29) und Dokumente (Ø 3,28).
  • Der geteilte Familienkalender landet mit Ø 2,38 auf dem letzten Platz: ausgerechnet die Funktion, mit der viele Pflege-Apps werben.
  • 31 von 58 Personen nannten den Notfallpass „unverzichtbar“: der häufigste Spitzenwert der ganzen Erhebung.
Prioritäten

Wenn es nur drei Funktionen sein dürften

Jede Person durfte bis zu drei Funktionen auswählen. Die Reihenfolge unterscheidet sich von der reinen Nutzenbewertung. Unter Zwang zur Auswahl gewinnen Dokumente, Medikamente und Bürokratie.

  • Unter Zwang zur Auswahl rücken Medikamentenplan (36 %) und Bürokratie-Hilfe (33 %) nach vorn.
  • Der Notfallpass ist in der Nutzenbewertung Platz 1, bei der Top-3-Wahl aber nur bei 19 % dabei: wichtig, aber nicht das, was im Alltag drückt.
  • „Austausch mit anderen Angehörigen“ wählen 5 %. Eine Community ist nicht das, wonach gesucht wird.
O-Töne

Was sie selbst sagen

Antworten auf die offene Frage „Was nervt Sie an Ihrer aktuellen Lösung am meisten?“, wörtlich übernommen.

Die gesamte Organisation der Pflege mit allen Facetten ist extrem komplex und kaum überschaubar

Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten (Familienangehörige, med. Pflege, med. Fachpersonal, Ämter/Behörden, Krankenkasse) ist dezentral. Das kostet Zeit und führt manchmal dazu, dass wichtige Dinge nicht oder zu spät bei allen ankommen.

Dass ich selbst nicht zur Ruhe komme

Intransparenz und Aufgabenverteilung mit Geschwistern

Das man Vieles vergisst

Keine wirkliche Planung möglich, es richtet sich alles nach der Tagesform (wie war die Nacht?) des zu Pflegenden.

Ableitung

Was wir daraus gebaut haben

Jeder Befund oben hat eine konkrete Produktentscheidung ausgelöst. Diese Zuordnung ist der eigentliche Zweck dieser Seite.

Befund

45 % organisieren die Pflege „im Kopf“, weitere 45 % über Zettel an der Wand. Genau eine Person nutzt eine spezielle Pflege-App.

Daraus gebaut

Wir konkurrieren nicht mit anderen Apps, sondern mit dem Kopf und dem Küchenkalender. Alles, was länger dauert als ein Zettel, verliert. Deshalb ist Spracheingabe bei Heartly der Hauptweg und nicht ein Zusatzfeature.

Befund

„Dokumente zentral ablegen“ ist sowohl in der Nutzenbewertung (Ø 3,28) als auch in der Top-3-Wahl (43 %) vorn.

Daraus gebaut

Dokumente sind kein Nebenmodul, sondern eine der ersten Funktionen, die wir gebaut haben, inklusive Notfallkarte, die in der Nutzenbewertung sogar auf Platz 1 liegt (Ø 3,29).

Befund

„Hilfe bei Anträgen & Bürokratie“ steht bei einem Drittel unter den drei wichtigsten Funktionen. In den Freitexten ist Bürokratie das mit Abstand häufigste Ärgernis.

Daraus gebaut

Der Assistent kennt das deutsche Pflegesystem und begleitet Anträge, MDK-Vorbereitung und Widerspruch. Die kostenlosen Rechner auf dieser Website sind aus demselben Befund entstanden.

Befund

64 % der gepflegten Personen haben eine Demenz, 62 % der Pflegenden sind berufstätig, 40 % wenden mindestens 15 Stunden pro Woche auf.

Daraus gebaut

Die App richtet sich an die Angehörigen, nicht an die Gepflegten. Deshalb kein Senioren-Modus mit Riesen-Buttons, sondern eine App für Menschen, die nebenbei einen Job haben und wenig Zeit.

Befund

„Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist dezentral“, ein Befund, der sich in vielen Freitexten wiederholt, oft verbunden mit Reibung zwischen Geschwistern.

Daraus gebaut

Familienfreigabe mit Rollen und ein gemeinsamer Stand statt vier Wissensständen in vier Chats. Der Pflegedienst lässt sich login-los einbinden, statt ein weiteres Konto zu verlangen.

Zitieren

Zum Zitieren

Die Zahlen dürfen frei verwendet werden, mit Quellenangabe.

Heartly-Umfrage „Pflege-Alltag“, n = 58, 11.06.2026 bis 09.07.2026

Die Teilnehmenden haben sich selbst gemeldet, die Erhebung stammt von uns als Anbieter. Wir haben nichts geglättet und nichts hochgerechnet. Vollständige Auswertung und O-Töne gibt es auf Anfrage.

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